webthinking® ist ein ganzheitlicher Ansatz für Markenführung und Unternehmenskommunikation im digitalen Zeitalter. Er besteht im Kern aus ausgewählten Methoden und Werkzeugen, die bei der Konzeption und Planung von Kommunikationsprojekten eingesetzt werden, um beim Betrachter oder Kunden ein positives Erlebnis bei der Begegnung zwischen Mensch und Marke entstehen zu lassen.

Diese Wirkung, oft auch als Brand Experience oder User Experience bezeichnet, kann an den unterschiedlichsten Kontaktpunkten entstehen. Real: auf einer Messeveranstaltung, durch Interaktion im öffentlichen Raum, bei der Beratung in einer Filiale oder ganz simpel in einem Magazin. Und natürlich auch virtuell: am Bildschirm, auf dem Smartphone oder in der Datenbrille. In jeder Situation kann zeitgleich oder aufeinander folgend die Ansprache der Zielperson über mehrere Medien und Kanäle erfolgen. Im Gegensatz zu crossmedialer Kommunikation, die oft nur wiedererkennbare Inhalte auf unterschiedliche Formate überträgt und durch gegenseitige Verweise verknüpft, steht bei einer echten Vernetzung von Kommunikation der Kontext, also der umgebende Raum und der Zeitpunkt sowie der Zustand und das Anliegen der Person im Mittelpunkt. Jeder einzelne Prozessschritt und jeder Teil einer Handlung können das Erlebnis beeinflussen, es vorantreiben oder unterbrechen. Durch die richtige Kombination der Kommunikationsmittel gelingt es den Gesprächspartner zu führen und seine Bedürfnisse zu erfüllen, wobei für ihn ein positives Gefühl entsteht. Ein in dieser Tiefe durchdachter Ansatz ist wesentlich wirkungsvoller, aber gleichzeitig auch komplizierter zu planen und umzusetzen.

Unternehmen können mit Kommunikation weit mehr erreichen, als nur Botschaften auszusenden und auf Resonanz bei den Zielgruppen zu hoffen. Der Höhepunkt der Massenwerbung ist eindeutig überschritten und immer mehr Menschen sehnen sich nach Relevanz in der Markenkommunikation. Es geht nicht mehr darum abstrakte Traumwelten entstehen zu lassen, sondern greifbaren Nutzen zu erzeugen. Es geht darum Handlungsräume erkundbar zu machen, Beziehungen zu etablieren und gemeinschaftliche Erlebnisse zu inszenieren. Ein gut durchdachter Service hat wesentlich größeren Einfluss auf die Markentreue und generiert mehr Empfehlungen als der teuerste Werbespot. Unternehmen müssen sich heute als Experten, Unterstützer und Begleiter positionieren und dazu die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, um den geänderten Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern zu begegnen.

Unser webthinking®-System gliedert sich in vier Dimensionen, die im Zusammenklang den Wertschöpfungsfaktor Kommunikation zur vollen Entfaltung bringen: Profile Design, als zentrale Perspektive für ein tiefgehendes Kunden- und Nutzerverständnis; Business Design, als funktionale Komponente zur Unterstützung und Erweiterung der Geschäftsprozesse; Story Design, als thematischer Fokus zur Erzeugung von Relevanz und Dialog und schließlich Interface Design, als Steuerungsinstrument von Markenwahrnehmung und Markenerlebnis. Die Dimensionen wirken jeweils nach außen wie innen und verbessern nicht nur die Kundenansprache, sondern auch die Zusammenarbeit im Unternehmen. Jede Dimension kann einzeln für sich bearbeitet werden und bereits vielfältige Synergien für unterschiedliche Vorhaben oder Geschäftsbereiche freisetzen. Je vernetzter das Gesamtsystem wirken kann - im Sinne einer engen Verzahnung der Erkenntnisse über die Zielpersonen mit einem schlüssigen Storytelling und der Optimierung von Interaktionen - desto höher ist der Wirkungsgrad der angestrebten Maßnahme.

Bei der Erarbeitung von Strategien und Realisierung von Projekten kombinieren wir erprobte Werkzeuge aus Beratungsdisziplinen, wie der Geschäftsmodell- und Organisationsentwicklung, mit Marketing-Methoden von Marktforschung bis Markenentwicklung sowie neuartige Vorgehensweisen aus Designforschung, Service Design und Startup-Kultur. Die strukturierte Anwendung der Instrumente hilft maßgeblich dabei die Komplexität der Aufgabenstellung zu reduzieren und so schnellere und bessere Entscheidungen zu treffen. Die eingesetzten Werkzeuge wurden vielfach getestet, teilweise optimiert oder mit Eigenentwicklungen ergänzt. Hierdurch gewährleisten wir das nahtlose Ineinandergreifen der Einzelergebnisse und deren Verknüpfung zu ganzheitlichen Sichtweisen. Ein wesentlicher Vorteil des webthinking®-Modells liegt in der flexiblen Zusammenstellung und Skalierbarkeit der Methoden, je nach Zielstellung und Budgetverfügbarkeit. Somit ist der Einsatz auch für mittelständische Unternehmen mit beschränkten Etats interessant. Der systemische Aufbau lässt außerdem eine modulare Bearbeitung zu. Man kann mit einfachen Schritten beginnen und im späteren Verlauf weitere Aktivitäten und Maßnahmen zum Gesamtbild hinzufügen. Viele Instrumente beinhalten lebendige Arbeitsdokumente, deren Anwendung von den Projektteilnehmern erlernt und somit zur fortlaufenden Optimierung eingesetzt werden kann.

Mit Hilfe des Baukastenprinzips lässt sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Anwendungsfälle bearbeiten. Sowohl online und offline übergreifende Gesamtstrategien, wie z.B. Markenstrategien, Kommunikationsstrategien oder Content-Strategien, als auch Teilstrategien, zum Beispiel Social Media-Strategien, Online-Marketing-Strategien oder Service-Strategien lassen sich effizient und für den internationalen Einsatz entwickeln. Aber nicht nur Strategien profitieren von der vernetzten Denk- und Arbeitsweise, sondern auch kanal- oder medienspezifische Einzelmaßnahmen von der mobilen Applikation (App) bis zur responsiven Website. Das Methoden-Set kann auch bereichsspezifisch eingesetzt werden, um zum Beispiel Kundenbindungskonzepte für das Marketing zu entwickeln, das Lead Management oder die Messebegleitung für den Vertrieb zu optimieren, oder ein Agenda Setting für den Bereich Corporate Communications zu definieren. Selbst rein interne Verbesserungen durch Schaffung von Kollaborationsplattformen und Social Intranets oder die Etablierung einer digitalen Kultur lassen sich mit dem webthinking®-System qualitativ hochwertig und wirtschaftlich zielführend erreichen.

1. Profile Design

Wenn Kommunikation erfolgreich verlaufen soll, muss man verstehen wie der Gesprächspartner tickt. Und dabei helfen weder Vorurteile, die man aus der äußerlichen Erscheinung ableitet, noch oberflächliche Fragen, die nichts über die Persönlichkeit Preis geben. Das einzig Zielführende ist die intensive und wiederholte Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, seinem Charakter, seinen Beweggründen und Verhaltensweisen, seinen Bedürfnissen und situativen Herausforderungen. In diesem Sinne kann man den fortlaufenden Prozess der Profilentwicklung von Zielpersonen sehen. Es geht darum Empathie und das richtige Bauchgefühl für die unterschwelligen Wünsche und Erwartungen zu entwickeln. Erst dann ist man in der Lage, die richtigen Themen anzusprechen, die richtigen Handlungen zu vollziehen – und sich natürlich richtig in Szene zu setzen, damit sich Sympathie, Vertrauen und Beziehungen entwickeln können.

Aufgaben- und Bearbeitungsbereiche:

  • Erhebung und Analyse von Zielgruppeninformationen (Umfragen, Einzelbefragungen)
  • Erstellung von Persona-Profilen (Bedürfnisse, Verhaltensmuster, Einflussfaktoren)
  • Entwicklung von Kundenorientierung und Empathiesteigerung (Workshops, Trainings)
  • Identifikation von Kundenkontaktpunkten und Schnittstellen (Touchpoint Universe)
  • Kontextanalyse und situationsgerechte Erlebniskonzepte (Zeit, Ort, Situation)
  • Erstellung von Activity Maps, Mental Models und User Flows (Bewegungsmuster, Abläufe)
  • Entwicklung von Szenarien, User Stories und Customer Journeys (User Experience) 

2. Business Design

Taten sagen mehr als Worte. Dummerweise sprechen auch falsche Taten für sich. Ein Unternehmen, das seine Prozesse nicht im Griff hat oder keine Interaktionsmöglichkeiten anbietet, die von Kunden vorausgesetzt werden, kann langfristig nicht erfolgreich sein. Zahllose Internet-Startups haben längst erkannt, dass die Zukunft in digitalen Services liegt, die uns zahlreiche Arbeitsschritte abnehmen und das Leben erleichtern. Die digitale Transformation hat Wege verkürzt, Anfragen vereinfacht und neue Geschäftsmodelle ermöglicht, die sich so schnell etabliert haben, dass sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Doch diese Innovationen kommen nicht von selbst. Sie basieren auf der ständigen Frage: Wie kann ich meine Kunden noch glücklicher machen? Innovationen und intelligente Services entstehen durch ein gutes Personenverständnis. Wobei ein wesentlicher Faktor nicht nur der Kundenzugang ist, sondern auch die Einbindung der Mitarbeiter in die Gestaltung entsprechender Abläufe.

Aufgaben- und Bearbeitungsbereiche:

  • Umfeldanalyse und Geschäftsmodellentwicklung für digitale Anwendungen (Business Modelling)
  • Konzeption von digitalen Service- und Verkaufsprozessen (Service Design)
  • Trend-, Ideation- und Innovations-Workshops (Design Thinking Methoden)
  • Entwicklung von (Open) Innovation- und Crowdsourcing-Lösungen (Innovationsmanagement)
  • Konzeption von Collaboration- und Knowledge Management-Plattformen (Social Intranet)
  • Strategieentwicklung und Begleitung der digitalen Transformation (Cultural Change)
  • Konzeption Mobile Applications und Mobile Services (Applikationsentwicklung)
  • Unterstützung von Marketing-Management und -Controlling (Monitoring, Reporting)

3. Story Design

Geschichten helfen die Welt zu verstehen. Unser Gehirn denkt in szenischen Abläufen und verbindet mit diesen Sequenzen auch noch unsere Empfindungen. Die reine, abstrakte Information kann zwar auch gespeichert werden, aber Bedeutung erhält sie erst durch einen Kontext. Eine gute Erzählung ist so stark, dass sich ihr niemand entziehen kann. Auch Fachbücher und Fachartikel können spannende Geschichten erzählen und damit eindrucksvoll den aktuellen Stand des Wissens vermitteln. Doch Geschichtenerzählen ist nicht einfach: Es braucht viel Übung. Man muss wissen, wie gute Geschichten aufzuspüren sind, wie sie ansprechend aufbereitet und begeisternd präsentiert werden. Das gilt für alle Ausprägungen und Formate, von einfachen Texten bis zu Computerspielen. Nicht jedes Unternehmen und jeder Mitarbeiter hat ein Händchen für das Geschichtenerzählen, aber alle können ihren Beitrag leisten, wenn das Unternehmen durchdachte Erzählstrategien und Redaktionsprozesse bereitstellt.

Aufgaben- und Bearbeitungsbereiche: 

  • Entwicklung von Markenbotschaften und Leitbildern
  • Identifizierung von Themen und redaktionelle Entwicklung von Inhalten
  • Entwicklung Content Strategie und Content Marketing Konzeption
  • Planung, Einrichtung und Begleitung von Redaktionsprozessen
  • Inszenierung von Transmedia Storytelling und Story Lead Management
  • Konzeption von Social Media- und Viral Marketing-Aktivitäten
  • Entwicklung von User-generated Content-Projekten und User-Communities
  • Konzeption und Realisierung von Edutainment- und Gamification-Angeboten

4. Interface Design

Erfolgreiche Unternehmen aus der Sport- und Lifestyle-Branche, wie z.B. Red Bull, wissen schon lange wie man eine Marke als Erlebnis inszeniert. An jedem Kontaktpunkt muss eine individuelle Wirkung entstehen, die der Markenqualität und den gewünschten Markenattributen entspricht. Das geht weit über die Abbildung von Logos und Bildwelten hinaus. Hier ist Liebe zum Detail gefragt, auch in der Interaktion eine positive Wahrnehmung entstehen zu lassen. Markenführung durchläuft aktuell ebenfalls eine digitale Transformation und stellt alte Markenmodelle und Vorgehensweisen in Frage. Informationsarchitekten, User Experience Designer und Usability-Spezialisten sind die Experten der Stunde, die mit den richtigen Werkzeugen greifbare Erlebniswelten entstehen lassen, die das beste des jeweiligen Mediums nutzen und dennoch eine eigenständige und außergewöhnliche „Brand Experience“ erschaffen.

Aufgaben- und Bearbeitungsbereiche: 

  • Trend Scouting und Ideenentwicklung für innovative Interfaces
  • Interaction Design und User Experience Design (Services, Apps, Plattformen)
  • Konzeption von nutzerzentrierten Interfaces (Responsive, Adaptive, Tangible)
  • Beratung für Ease of Use-/Joy of Use-Anwendungen und Usability Testing
  • Entwicklung von Prototypen für digitale Anwendungen und Applikationen
  • Entwicklung von visuellen Markenstrategien und Bildwelten (Brand Design)
  • Entwicklung von modularen Designkonzepten und digitalen Styleguides
  • Konzeption und Produktion von Animationen und Bewegtbild (Video, Illustration, 3D)
  • Entwicklung von Entertainment-Formaten und Games-Konzepten
Ansprechpartner

Marco Fischer

Fon: 0611.2 38 50 10

Email:
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