Warum sollten Sie als Unternehmen in die Rolle des Mentors schlüpfen und Ihre Kunden bei der Erfüllung ihrer Ziele unterstützen? Die einfache Antwort: weil Sie so ein dauerhaftes und positives Verhältnis zwischen Kunde und Marke aufbauen. Das funktioniert deshalb so gut, weil Geschichten mit Held, Widersacher und Mentor so alt sind wie die Menschheit selbst.

Das Verhältnis zwischen Unternehmen und Kunde gleicht in vielerlei Hinsicht dem zwischen Mentor und Helden. Der Kunde muss Aufgaben bewältigen, und Sie als Unternehmen bieten ihm ein Produkt oder eine Dienstleistung als Lösung an und begleiten ihn – etwa durch Beratung und Unterstützung – auf seiner Reise. Am Ende geht der Kunde gestärkt aus diesem „Abenteuer“ hervor und hat ein positives Verhältnis zu Ihrer Marke aufgebaut. Dieses Wissen bringt er wiederum zurück in seine eigene Welt und empfiehlt beispielsweise Kollegen die Lösung, die für ihn funktioniert hat – und damit Ihre Marke.

Doch die Rolle des Mentors birgt noch mehr Potenzial zur Gewinnung und Bindung von Kunden, und das gerade in den digitalen Kanälen. Werfen wir einen genaueren Blick darauf, was einen guten Mentor auszeichnet.

Der Mentor in der Heldenreise

Die Heldenreise ist eines der grundlegenden Muster für jede Geschichte: Sie handelt von der Transformation eines Menschen durch das Bestehen von Abenteuern und Herausforderungen. Denken Sie an Frodo aus „Der Herr der Ringe“ oder Luke Skywalker aus Star Wars: Der Held beginnt stets in seiner gewohnten Umgebung, in der „die Welt in Ordnung“ ist. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes – der Held wird zum Abenteuer gerufen. Interessanterweise ist es oft der Mentor, der diesen Ruf überbringt – Stichwort Gandalf oder Obi-Wan Kenobi. Der Mentor ist es auch, der den Helden auf seinen Abenteuern begleitet und unterstützt, ihn aber auch herausfordert und dazu bringt, über sich selbst hinauszuwachsen.

Auf die Markenführung übertragen heißt dies, als Unternehmen über die reine Problemlösung hinauszugehen: Ihre Kunden kommen nicht nur mit Problemen zu Ihnen, sondern Sie erweitern auch die Perspektiven und schaffen hierdurch neue Motivation. Doch wie genau stellen Sie das an?

Als Super-Mentor Content für Helden schaffen

Als Mentor müssen die Kunden natürlich zunächst zu Ihnen finden. Dazu bietet sich durchdachtes Content-Marketing an – wohlgemerkt verstanden als Instrument der Markenführung und nicht als Werbung. Holen Sie Ihre (potenziellen) Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit den richtigen Inhalten ab:

1. Definieren Sie eine Core Story, die Ihren Markenkern vermittelt. Die Core Story bildet die Grundlage für die Geschichten, die Sie dem Helden anbieten und mit denen Sie ihn zum Abenteuer rufen. Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Core Story eine überzeugende Motivation herausarbeiten – warum tun Sie das, was Sie tun? Welche Werte realisieren Sie für die Menschen? Diese können Sie dann in konkrete Geschichten übersetzen, die bei der Identifikation helfen und inspirieren.

2. Recherchieren und dokumentieren Sie ausführliche Personas, um Ihre Protagonisten und deren Bedürfnisse kennenzulernen. Personas sind Profile, die auf die persönlichen Eigenschaften, Vorlieben, Hintergründe, Erwartungen, Ängste und Wünsche Ihrer Zielgruppe(n) eingehen. Kurzum, sie beschreiben die Welt, in der Ihr Kunde zuhause ist. Dieses Wissen ist entscheidend, um den Antrieb ihrer Zielgruppe zu verstehen und geeignete Ansätze zu finden.

3. Erstellen Sie eine Customer Journey mit den wichtigen Kontaktpunkten, um einen Einstieg in die Welt Ihrer Kunden zu finden. Die Reise des Helden ist deckungsgleich mit der Customer Journey, die verschiedenen Punkte aufzeigt, an denen Sie Kontakt aufnehmen können – dies können beispielsweise bestimmte Medien, Websites, Social-Media-Kanäle oder auch persönliche Interaktionen sein.

Content Marketing: Das Story Lead Management

Wenn Sie sich in die Rolle des Mentors begeben, bieten Sie Ihrer Zielgruppe nicht einfach nur nützliche Inhalte. Der Nutzen bleibt zwar ein wichtiger Aspekt, als Mentor gehen Sie aber darüber hinaus: Sie lassen Ihre Schützlinge wachsen, nehmen sie mit auf ein Abenteuer und erzählen ihnen eine Geschichte, die sie beflügelt. Machen Sie sich klar, welchen Beitrag Ihr Unternehmen liefert, um die Welt Ihrer Kunden zu verändern. Verdienen Sie sich Vertrauen und Wertschätzung durch ehrliches Interesse und nicht durch oberflächliche Behauptungen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Überzeugungen sichtbar machen und mit den Bedürfnissen und Wünschen Ihrer Zielgruppen verbinden.

Haben Sie Core Story, Personas und Customer Journey definiert, dann können Sie verschiedene Content-Typen nutzen, um Ihre Kunden abzuholen. Dabei hat sich die folgende Einteilung bewährt:

1. Hero-Content: Hier werden große Geschichten erzählt, etwa im Rahmen von einzigartigen Events, Messen oder medialen Aktionen. So sorgen Sie für breite Aufmerksamkeit.

2. Hub-Content: Dies sind Inhalte zu einem bestimmten Thema, die Sie zentral anbieten. Sie lassen sich fortlaufend und langfristig ausspielen. Darunter fallen auch klassischer How-to-Content oder konkrete Praxistipps.

3. Help-Content/Hygiene-Content: Inhalte, die konstant gespielt werden – etwa auf Social-Media-Kanälen – und der Zielgruppe als Wegweiser helfen, Ihre Themen zu finden. Dazu gehören etwa kurze Videoclips, virale Infografiken und Ähnliches.


Ihre Rolle als Mentor zu verstehen, kann Ihnen nicht nur helfen, Ihre Geschichte zu schärfen, die richtigen Inhalte zu definieren und die verfügbaren Kanäle optimal einzusetzen. Vor allem aber stärken Sie Ihre Marke und gewinnen Kunden, die sich Ihnen verbunden fühlen. Denn wer einmal mit Ihrer Hilfe über sich hinausgewachsen ist, wird Sie so schnell nicht vergessen!

 

Tipp:
In unserem Storytelling Grundlagen-Workshop zeigen wir Ihnen Praxisbeispiele und begleiten Sie auf dem Weg zum Heldenmacher.

Weitere Informationen zum Workshop


Mehr Informationen und zwei kostenfreie Wissensmagazine zum Thema finden Sie unter:wwww.diefirma.de/sensorium

 

Quelle Titelbild:
Photo by Zhen Hu on Unsplash

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