Auf der Suche nach gelungenen und erfolgreichen Beispielen für Content Marketing im B2B, findet man die Bosch World Experience nahezu immer unter den Top 10. Kein Wunder, denn die Kampagne ist ein Paradebeispiel für Storydoing. Statt selbst über erfolgreiche Technologieprojekte zu berichten, lässt Bosch andere Menschen sprechen. Sechs einflussreiche Blogger aus der ganzen Welt wurden in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren ausgewählt, diese einzigartige Reise anzutreten und ausführlich über ihre Stationen zu berichten.

Durch welche Motivation entsteht ein solches Projekt?

Schon bei der Projektbeschreibung wird deutlich, dass Bosch weder Kosten noch Mühen gescheut hat, dieses Projekt umzusetzen. Aber was verspricht sich Bosch davon? Die Motivation „irgendwas mit Content“ zu machen, jedenfalls nicht. Zu Grunde liegen fundierte Analysen und strategische Überlegungen.

Markenreputationsmanagement statt Marketing

Betrachtet man die Wurzeln der Kampagne, kann man nicht von einem klassischen Content Marketing Projekt sprechen, was meistens von den Kommunikations- oder Marketingabteilungen lanciert wird. Ihren Ursprung hat die Bosch World Experience im Markenreputationsmanagement: Eine Marktforschungsanalyse brachte zutage, dass Bosch nicht von allen Zielgruppen als ausreichend innovativ wahrgenommen wird. Innerhalb des Projektes wurde auch der Einfluss untersucht, den Zielgruppen aufeinander ausüben. So stellte Bosch fest, dass die sogenannten CGIs (Content Generating Internet Users) einen sehr hohen Einfluss auf weitere Zielgruppen, zum Beispiel Journalisten oder Young Talents haben.

Zur Steigerung der Reputation bei der Zielgruppe der CGIs wurde das Projekt Bosch World Experience ins Leben gerufen, um neben den CGIs auch weitere Zielgruppen von der Innovationskraft des Unternehmens zu überzeugen.

Dabei sollten sich nicht nur die sechs auserwählten Explorer intensiv mit Bosch beschäftigen, sondern auch die Bewerber. In der Bewerbungsphase gab es fünf Rätsel, die nur zu lösen waren, wenn sich die Bewerber mit Bosch auseinandersetzten.

Storydoing statt Storytelling

Die Kernaussage der Kampagne „Bosch ist mehr als Du denkst“ wird nicht nur durch die Reisenden unmittelbar erlebbar, sondern auch für die Zuschauer dieser virtuellen Reise. Sowohl auf der Kampagnen-Landingpage als auch im Blogumentary können sich User den Reisenden anschließen. In den sozialen Netzwerken wie Twitter oder Instagram wird unter dem Hashtag #ExperienceBosch Content zu der World Experience kuratiert.

Fazit

Der Erfolg dieser Strategie schlägt sich in den User-Zahlen nieder: 320.000 registrierte User und über 30 Millionen Twitter-Nutzer gingen mit Bosch auf die digitale Reise und verfolgten die Tour der sechs Blogger.

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Ansprechpartner

Christine Boussios

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